Ihr müsst niemanden beeindrucken.

Es gab eine Zeit, da wollte jeder unbedingt einzigartig sein. Man wollte etwas besonderes sein, etwas, was kein anderer ist und Dinge können, die kein anderer kann. Vor allen Dingen wollte man aber Sachen besitzen, die kein andere besaß. So zumindest mein Eindruck.

Vor wenigen Jahren wird das auch noch gestimmt haben.

Ich habe kürzlich einige Fotos angeschaut. Eines davon hat mich erst auf den Gedanken gebracht, dass sich doch etwas verändert haben muss. Darauf abgebildet waren einige junge Frauen und Männer beim Trinken auf einer Party. Und alle hatten sie genau das gleiche Brillengestell. Auch die Kleidung ähnelte sich sehr. Der Putz, den Die Schminke, die die weiblichen Personen aufgetragen hatten – auch total gleich. Die Frisur. Zuletzt die Art, wie man auf Gruppenfotos steht. Dieselbe komische Anordnung und -winkelung der Beine. Dasselbe falsche Lachen.
Bei den Herren war es dann zwar eher das „Muskelshirt“, welches man heute ja tragen muss, der BMW, oder das karierte Hemd mit Jeans (zu letzterem zähle ich mich gerne selbst). Aber im Grunde nichts anderes.

Nun gut, dachte ich mir, das muss ja nichts heißen. Es kann ja auch auf den Menschenschlag, den Freundeskreis, ankommen. Nun achtete ich in der Zeit danach vermehrt auf Personen in der Öffentlichkeit. Und es war so.

Die Menschen sind sich wirklich total ähnlich und keinesfalls anders als die anderen. Alle spielen sich gegenseitig etwas vor. Jeder will zeigen, dass er das Beste, das perfekteste ist, dass er die Besten Dinge besitzt, dass er die besten Freunde hat, dass er den tollsten Schmuck trägt, … usw.
Aber schaut man mal hinter die Fassade eines Menschen, ist derjenige nicht mal damit zufrieden, was oder wer er ist. Oder was er hat. Er ist geradezu frustriert davon, wer er ist. Und das nur deswegen, weil dann doch jeder wie der andere sein will – nur besser.

Ihr müsst nicht toller sein als Eure Freunde und auch nicht die besseren Freunde besitzen. Ihr müsst andere nicht neidisch oder eifersüchtig machen (wollen), niemanden beeindrucken und auch nicht perfekt sein. Ihr müsst einfach nur Ihr selbst sein. So, wie ihr seid. Echt. Natürlich. Einzigartig. Und auf Eure Art toll.

Denkt mal drüber nach. Und ändert was. 

Und wenn jemand überhaupt bis hierhin gelesen hat: Teilt / kommentiert den Artikel gerne, wenn Ihr Euch selbst irgendwo darin erkennen könnt.



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KabelBW II: Die Vermittlungsstelle wurde geliefert…

Schon vor einiger Zeit berichtete ich von den immer liebevollen Telefonaten mit KabelBW, bei denen mir schon oft versucht wurde, unnötige Dinge anzudrehen. In einem wurde mir sogar versprochen, eine eigene Vermittlungsstelle ins Haus zu bekommen. Nun, ich hatte ja damals schon gesagt, dass ich ohnehin überlege, einen KabelBW-Vertrag abzuschließen.

Und ja, die vermeintliche „Vermittlungsstelle“ wurde nun geliefert…

KabelBW-Dose blockiert USB-Anschluss der Telefonanlage

KabelBW-Dose blockiert USB-Anschluss der Telefonanlage

Wirklich genial wurde dabei die sogenannte Multimedia-Dose angebracht. Denn die befindet sich nun direkt unter dem USB-Anschluss unserer Auerswald Telefonanlage, welche sich nur darüber (um)konfigurieren lässt. Toll!

Es handelt sich bei der vermeintlichen „Vermittlungsstelle“ übrigens ursprünglich um einen Technicolor TC7200-Router. Wirklich viel mit anfangen kann man allerdings nicht. Wenn man Internet darüber bekommt, kann man schon froh sein, sodass er vielen ein Dorn im Auge ist. So auch mir. Denn neben einigen Abstürzen pro Tag bietet der Technicolor TC7200 auch wenige eingeschränkte Konfigurationsmöglichkeiten. Man kann hier davon ausgehen, dass Möglichkeiten, die man erwartet, weil sie zum guten Ton gehören, definitiv nicht enthalten sind. Immerhin habe ich es geschafft, nach nur zwei-monatigem E-Mail-Verkehr und zahlreichen Telefonaten für weitere 5,00€ im Monat eine Fritz!Box zu bekommen.

Letzte E-Mail an KabelBW, nachdem wir auf mehrere nur standardisierte Antworten bekamen, die das Problem nicht mal ansprechen.

Letzte E-Mail an KabelBW, nachdem wir auf mehrere nur standardisierte Antworten bekamen, die das Problem nicht mal ansprechen.

„Netterweise“ wurden wir damit auch gleich auf einen größeren Vertrag umgestellt, den wir eigentlich gar nicht brauchen – sodass uns das in Wirklichkeit noch mehr als die 5,00€ monatlich mehr kostet.

Zwar kann ich nun halt nichts mehr an der Konfiguration der Telefonanlage ändern, habe aber endlich wirklich schnelles und auch zuverlässiges Internet. Also doch ein Happy End mit KabelBW… 😉

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Unseriös: Hausfriedensbruch und „Du wolle Auto trotzdem verkaufen?“

Beim folgenden Text handelt es sich um meine eigene bescheidene Meinung, die nicht zwingend die Ansichten anderer widerspiegelt. Der Text stützt sich auf das Vorfinden eines Visitenkärtchens. Da keine andere Kontaktaufnahme erfolgte und mir keine andere Informationsquelle vorliegt, konnte ich mich natürlich nur darauf und den Eindruck, der so auf mich wirkte, stützen. 

Wie ihr in meinem letzten Blogpost zwischen den Zeilen lesen konntet, mag ich Verkaufsmenschen. Zumindest, was diese furchtbare Arroganz und Ironie angeht, die sie mir tagtäglich aufs Neue beweisen.

Gestern wollte mal wieder jemand unseren nagelneuen Neuwagen (ja, doppelt gemoppelt) kaufen. Dafür ist er allerdings nicht auf uns zugekommen, hat uns eine E-Mail geschrieben oder angerufen. Nein, ein Kerl von „Auto Export“ aus Hockenheim (oder dessen Mitarbeiter), marschiert mit einer Seelenruhe in unsere Einfahrt (unseres Privatgrundstückes) und steckt mit derselben Seelenruhe seine Handynummer 0176/62530810 in Form eines Visitenkärtchens an unsere Autofenster.

Marschiert in Einfahrten und steckt unseriöse Karten an Autos: "Auto Export" aus Hockenheim

Marschiert in Einfahrten und steckt unseriöse Karten an Autos: „Auto Export“ aus Hockenheim

Davon abgesehen, dass es sich bei unseren Autos um So-Gut-Wie-Neuwagen handelt, er im nächsten Autohaus sicherlich dieselben – vielleicht sogar noch im Angebot oder mit Mengenrabatt – bekommen würde und es sich dabei um Hausfriedensbruch handelt, halte ich das dann doch für ein ganz schön starkes Stück, sogar durch Einfahrten zu spazieren und irgendwelche Kärtchen anzustecken. Das ist eine Frechheit.

Hinzu kommt, dass wir und unser Grundstück eigentlich nicht so aussehen, als hätten wir es nötig, eines unserer Autos zu verkaufen. Und wenn, tun wir das auch sicherlich mal ganz spontan in der Nacht, weil der Kerl ja 24 Stunden am Tag erreichbar ist. Ist klar.

Das ganze stinkt. Und zwar gewaltig. Unseriöser geht es nicht. Und dann steht da noch eine Handynummer auf einer Visitenkarte, die ein Bild enthält, das auf der ersten Seite bei Google Images zu finden ist.

Daher mal einen ein paar kleine Tipps für unseren Auto-Exporteur aus Hockenheim mit seiner Handynummer, die auf Visitenkärtchen mit schlecht gephotoshopten Google-Bildern steht:

  1. Ich kaufe mir garantiert keinen Neuwagen, um den direkt darauf an Dich zu verscheuern!
  2. Wenn Du oder Dein Mitarbeiter unser Grundstück betrittst und nicht zu uns willst, dann ist das Hausfriedensbruch. Und das nächste Mal wirst Du dafür angezeigt.
  3. Es gehört sich einfach nicht, in fremden Einfahrten rumzuschnüffeln und Kärtchen anzubringen.
  4. Wenn ich mein Auto verkaufen möchte, ist mir das egal, ob Du das deutschlandweit oder 24 Stunden am Tag machst, weil ich das nicht spontan mache, sondern mir vorher gut überlege. Die 8 Stunden bis zur Ladenöffnung des Autohändlers meines Vertrauens habe ich dann auch noch Zeit.

Wenn ich allerdings mal so tief sinken sollte, um mich auf ein so einem niederen Niveau zu befinden, werde ich es Dich gerne wissen lassen. Es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die mir im Notfall auch nachts um 2 Uhr mein Auto abkaufen…. Immerhin besser als direkt klauen…

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Die eigene Vermittlungsstelle im Haus

Vor einiger Zeit rief mal wieder ein Verkaufsmensch von KabelBW an. Das passiert uns monatlich mindestens einmal und ein Werbeanruf war schon lange wieder überfällig. („Verkaufsmensch“ deshalb, weil er – wie sich später herausstellte – eigentlich gar keine Ahnung von dem Produkt hatte, das er uns andrehen wollte.)

Aber mal ganz von vorne. Ich überlege ja schon eine längere Zeit, einen Vertrag mit KabelBW abzuschließen. Hauptsächlich wegen der Upload-Bandbreite von 10 MBit/s (oder in den Business-Tarifen sogar mehr) – was mir die Telekom in unserem Ort einfach nicht bieten kann.
Nun rief also eines Abends dieser anfangs wirklich nette Herr von KabelBW an und pries einen neuen All-in-One-Vertrag an. Mit Internet, Telefon und Kabelfernsehen.
Ich kenne mich ja mit deren Produkten und auch der AGB von KabelBW aus, also stellte ich einige gezielte Fragen.

Orangene und graue Netzwerkkabel

Orangene und graue Netzwerkkabel

Meine erste Frage war bezüglich der Verkabelungstechnik. Bekannterweise habe ich mit meinem DSL-/ISDN-Anschluss bis zur Vermittlungsstelle eine eigene Kupferleitung, muss mir diese also nicht mit anderen teilen. Beim Kabelnetz ist das anders – da ist es zwar eine Koaxleitung mit geringerem Leitungswiderstand, doch nutze ich die dann mit der ganzen Straße mit. Das kann auf die Bandbreite gehen, wenn mehrere Anschlüsse diese gerade nutzen möchten. Ich fragte daher einfach, wie es speziell bei uns damit aussähe, da die Straße ja nicht so lang ist und nicht unbedingt jeder einen Kabelanschluss hat.
Die Antwort war zweierlei. Zum einen für mich als Kabeleinsteiger recht entspannt, da man offenbar in den ersten drei Monaten vom Vertrag zurücktreten kann, wenn man mit der Geschwindigkeit nicht zufrieden ist. Zum anderen aber auch etwas… eigenartig. Versuchte dieser nette Herr mir gerade wirklich weiszumachen, dass ich eine eigene Vermittlungsstelle ins Haus bekäme, wenn ich diesen Vertrag abschließen würde? „Ja, genau. Sie bekommen einen ganz eigenen Einwahlknoten zu sich ins Haus, Sie teilen nichts mit Nachbarn oder der Straße“ – OKAY. Dass das nicht stimmt, weiß ich selbst, also nächste Frage.

Über meinen DSL-Anschluss bei der Deutschen Telekom nutze ich zum Teil auch zwei Server, die darüber angebunden sind. Keine hohe Upload-Bandbreite, ja, aber für meine Zwecke reicht es. Und der Rest kommt ins Rechenzentrum. Laut der AGB von KabelBW ist „der Anschluss eines für die Öffentlichkeit zugänglichen […] Servers […] nicht gestattet“ (Link zur FAQ-Seite). Das wusste ich.
Aber da ich auch eine eigene Vermittlungsstelle mit entsprechender Anbindung ins Haus bekommen sollte, warum nicht einfach mal fragen? Es würde sich ja anbieten. Die Antwort war wieder etwas seltsam. Anstatt einfach zu sagen „Nein, das ist nicht gestattet, da es im Vertrag und unseren AGBs so steht.“, bekam ich als Antwort „Nein, das geht ja gar nicht.“. Ich fragte nach dem Grund. Hatten die technisch gesehen irgendetwas geändert. Nein, dem war nicht so: „Sie haben ja dann keine feste IP-Adresse.“.

Anzumerken ist vielleicht, dass ich mich nach den Business-Tarifen erkundigte, die alle fünf statische IP-Adressen mitbringen. Und selbst bei einer dynamischen IP-Adresse gibt es noch so nette Dinge, die auf den Namen „DynDNS“ hören…
Oder, mal umgekehrt gefragt: Wenn ich es technisch nutzen könnte, dürfte ich es dann? 😉

Nun merkte der merklich immer wütender werdende Mann am anderen Ende der Leitung, dass er bei mir nicht weiter kommt. Das sagte ich ihm auch. Und ich sagte, dass ich mich wenn überhaupt über das Internet schlau mache und dort dann auch den Vertrag abschließe. Nun schäumte er etwas vor Wut, was ich beim besten Willen nicht nachvollziehen konnte. Ihm sollte doch klar sein, dass nicht jeder gleich am Telefon einen Vertrag abschließen wird, oder? Schon gar nicht, wenn nicht eine einzige Frage richtig beantwortet werden konnte!
Mit einem mürrischen „Sie werden online aber auf so manche Tücken stoßen, das kann ich Ihnen versichern“ verabschiedete sich der Verkaufsmensch dann recht schnell.

Und schon ist das Internet um eine weitere Schmunzelgeschichte reicher. Morgen werde ich jedenfalls meinen Kabel-Vertrag bestellen. 150 MBit/s im Downstream sowie 10 MBit/s im Upstream klingen ja recht gut. Ich freue mich schon auf meine ganz eigene Vermittlungsstelle mit Glasfaseranbindung.
An dieser Stelle aber auch ein Appell an Anbieter wie KabelBW: Lasst doch bitte Leute anrufen, die auch Ahnung von der Materie haben. Zumindest ein wenig. Verkäufer mögen ja gewinnbringender sein, aber schaden auf Dauer doch etwas dem Image eines kompetenten Internet-, Telefon- und TV-Anbieters. Wirklich.

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Es stehen drei Radwege zur Verfügung. Wo fahre ich am besten?

Ist doch ganz klar: Mitten auf der Straße! Wo denn auch sonst?

Das oder ähnliches denken sich zumindest einige selbsternannte Fahrrad-Hochleistungs-Sportler zwischen Weinheim-Sulzbach und Hemsbach: Immer öfter in letzter Zeit bewegen die nämlich ihren Drahtesel auf der B3, oftmals sogar in Zweier- oder Dreier-Reihen und halten damit den ganzen Verkehr auf. Und das, wo direkt daneben (links und rechts der Straße) jeweils ein Radweg ist. Zusätzlich findet sich am westlichen Straßenrand ein Bürgersteig.

Davon abgesehen, dass die Abgase einer Hauptverkehrsstraße der Lunge unter Belastung sicher äußerst gut tun: Muss das sein?
Sicher würde keiner etwas sagen, wenn jemand auf der Straße fährt, weil gerade kein Radweg zur Verfügung steht. Aber bei zwei – wenn nicht sogar drei – gut befestigten Wegen übersteigt das meine Fähigkeit, das nachvollziehen zu können. Einerseits „sportlich“ sein wollen, auf der anderen Seite aber nicht 1-2 Meter mehr fahren bzw. 0,5 Höhenmeter zusätzlich bewältigen können?

Wir Autofahrer sollen Rücksicht nehmen. Tun wir auch gerne. Aber sowas muss dann wirklich auch nicht sein. Vor allem nicht zu dritt nebeneinander oder mittig auf der Fahrbahn, dass man nicht mal überholen kann.

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2014: Das sind meine Vorsätze

In letzter Zeit habe ich mir einige Gedanken zu diesem Thema gemacht. Und auch darüber, ob ich einen Blogbeitrag darüber schreiben soll oder nicht. Ich kam zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich besser ist – dann ist es wenigstens mal niedergeschrieben und ich kann mich selbst daran erinnern, wenn ich meine Vorsätze wieder einmal aus den Augen verliere.

Soziales Engagement

Wie viele sicherlich wissen, engagiere ich mich ehrenamtlich in einigen Organisationen, Verbänden und Gemeinden. Im letzten Jahr merkte ich (nicht nur, aber vor allem dort), was das tatsächlich bedeutet. Basti, du machst Dinge, die gemacht werden müssen (oder sollten), die aber kein anderer macht. Dinge, über die sich jeder freut – wenn sie dann gemacht sind – aber die kein anderer in Angriff nimmt.
Du machst die Drecksarbeit für andere – und keiner dankt es dir. Du kümmerst Dich um (fast) alles, aber keiner hilft Dir. Obwohl es andere genauso angeht. Diese Anderen sind dann da, wenn Fotos gemacht werden, wenn man sich öffentlich präsentiert – aber für Arbeit sind sie nicht zu haben. Dann haben sie keine Zeit, müssen lernen, müssen arbeiten – oder was auch immer. Jedenfalls sind sie nicht da. Diese anderen ernten Deine Lorbeeren für die Arbeit, die Du gemacht hast. Diese anderen stehen überall im Vordergrund und tatsächlich hast nur Du dafür geschufftet. Dabei wäre ich schon über ein wenig Unterstützung froh gewesen.
Diese Erkenntnis hat lange auf sich warten lassen, widerwillig habe ich es nun eingesehen. Danke an alle, die mir dahingehend die Augen geöffnet haben.

Im neuen Jahr möchte ich deshalb versuchen, mein Engagement stark einzuschränken. Das ist schwierig für mich, da ich keinem „eine auswischen“ will, diese Dinge eigentlich sehr gerne mache und irgendwie versuche, da zu sein, wenn es brenzlig wird oder man mich braucht – aber wenn ich recht überlege, können auch mal andere den Affen spielen. Ich darf mein eigenes Leben nicht mehr so unter den Teppich kehren, wie das bisher der Fall war. Nicht für diese Sache. Ich muss jetzt anfangen, auch mal an mich zu denken. Übrigens nicht so wie andere, die schon die ganze Zeit nur an sich dachten. Ich will auch an mich denken, aber nicht nur an mich.

Freunde

Außerhalb davon gibt es auch einige Leute, die sich als meine „Freunde“ bezeichnen. Für die war, bin und wäre ich in Zukunft gerne da. Leider sind das Leute, die nach oberem Schema vorgehen: Während ich praktisch immer für sie da bin, sind sie – wenn ich mal jemanden brauche – nicht da. Haben keine Zeit, müssen lernen oder arbeiten. Ob das so ist oder nicht, sei mal so dahingestellt. Aber wie es auch ist: Während ich beinahe alles für sie riskiert habe, sind sie nicht da. Und ich war es für sie immer. Naja, zumindest muss ich mir keine Vorwürfe machen und werde das auch nicht (ein weiterer Vorsatz!).

Im neuen Jahr möchte ich deshalb auch in diesem Punkt zurückschrauben und mich eher auf Menschen konzentrieren, die wirklich da sind und die auch ich als meine Freunde bezeichnen würde.

Abitur

Juhu, das Abitur-Jahr ist da. Wenn ich das geschafft habe, habe ich einen riesengroßen Kindergarten hinter mir und kann mich endlich etwas produktivem widmen. Das Bestehen sollte kein Problem sein, aber ich möchte das Abitur natürlich so gut wie möglich schaffen. Mit Bestnoten. Ihr dürft mir Anfang März und Anfang Juni also die Daumen drücken. Einen Abitur-Countdown mit Terminen aller Prüfungen gibt’s übrigens hier.

Das klingt alles sehr hart. Auch für mich. Aber wenn ich überlege, wie ich behandelt werde – dafür, dass ich so viel mache -, ist es nur gerecht und richtig, langsam zurückzuschrauben und auch mal auf mich selbst zu achten. Ich hoffe, ihr versteht das. 


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St. Martin umbenennen?! „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“?

Vor ein paar Tagen las ich in der Zeitung, man wolle das St. Martin-Fest am 11. November umbenennen. Eine Kita in Bad Homburg (Hessen) hat das bereits getan – aus Rücksicht auf Kinder mit Migrationshintergrund – und nannte das Fest „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“.

Ich verurteile das Zusenden von Gewaltandrohungen an diese Kita, aber ich halte auch das Umbenennen nicht für richtig. 

Damit nicht genug: Vor einigen Tagen forderte Rüdiger Sagel (Landessprecher „Die Linke“ NRW), dass man in Nordrhein-Westfälischen Kitas keinem diese christliche Tradition „aufdrängen“ sollte. (focus.de)

St. Martins-Laterne - (C) Lilo Kapp  / pixelio.de

St. Martins-Laterne – (C) Lilo Kapp / pixelio.de

Ja, beim St.-Martin-Fest bzw. beim St.-Martin-Umzug handelt es sich um ein christliches Fest und eine christliche Tradition. Und deshalb nehmen daran auch vorwiegend christliche Kindergärten teil.
Nun wollen Politiker und Familien mit Migrationshintergrund nicht, dass sich ihre Kinder soweit integrieren, dass sie an christlichen Festen teilnehmen.

Dann frage ich mich aber auch, warum eben jene Familien ihre Kinder in christliche Kindergärten bringen, wo klar sein sollte, dass sie ein Stück weit christlich „erzogen“ werden und christliche Traditionen gewahrt werden?! Es gibt mittlerweile so viele kommunale Kitas, wo die Kinder hingehen können. Und selbst wenn nicht: Wenn einem doch die Religion so am Herzen liegt, sehe ich auch kein Problem darin, das Kind auch mal in den Nachbarort zu bringen…
Darüber hinaus herrscht in Deutschland auch keine Pflicht, die Kinder in einen Kindergarten zu tun. Ob das sinnvoll ist oder nicht – das sei mal dahingestellt.


Ich weiß nicht, was das alles soll. Denn ich war damals auch in einem katholischen Kindergarten und mit mir auch Kinder von Familien mit Migrationshintergrund. Na und? Wir haben für das St.-Martin-Fest zusammen gebastelt und sind beim Umzug mitgelaufen. Und wir haben gemeinsam Geschichten gelauscht. Da ging es nicht darum „jemandem eine andere Religion / christliche Tradition aufzuhalsen“…

Drehen wir den Spieß mal um und sehen davon ab, dass Leute mit Migrationshintergrund bei uns leben und nicht umgekehrt und der Gedanke hinter St. Martin (das Soziale) nicht nur bei Christen da sein sollte: Ich schaffe als Christ doch auch keine Feste anderer Religionen, beispielsweise Seker Bayram (Zuckerfest) oder das Opferfest (Kurban Bayram), ab oder benenne sie um.
Sondern ich akzeptiere und respektiere sie. Das ist eben eine moslemische Tradition.

Und St. Martin ist eben eine christliche. Und sollte eigentlich mehr sein: Es sollte sich nicht nur um eine christliche Tradition oder ein religiöses Fest handeln, sondern ein Stück unserer Kultur sein. Es soll an die Barmherzigkeit St. Martins erinnern.

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Sinnlose Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A5 (80 km/h!)

Wir wollten gerade „kurz“ von Hemsbach nach Ladenburg fahren, um dort etwas abzuholen. Dazu bietet sich die Autobahn A5 an, die ist nämlich der schnellste Weg – zumindest bis heute. 

Nun wurden vergangene Woche  am Weinheimer Kreuz und auf der Strecke zwischen Großachsen und Schriesheim neue Leitplanken installiert. Zur Sicherheit der Bauarbeiter dort und natürlich, dass man die A5 nicht ganz sperren musste, wurde die Geschwindigkeit zunächst auf 100, ein paar Meter weiter auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Nun haben wir Wochenende, einige Leute fahren aufgrund der Ferien in manchen Bundesländern in Urlaub – und die Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung sind immer noch da. In beiden Richtungen. Ganz großes Kino. Man kann, wenn man fertig ist und die Schilder schon nicht wegbringen will, diese doch wenigstens umdrehen, oder?!

Das Resultat davon: Stockender Verkehr in beide Richtungen, überfüllte Landstraßen und Frust von Autofahrern, die wohl besser über die B3 fahren sollten…
Wobei das dann auch wieder nicht geht, weil sich auf der Brücke in Hemsbach eine Baustelle mit Ampeln befindet.

Ein kleiner Funfact am Rande: Das „80er-Schild“ steht vor der Auffahrt in Weinheim, die auffahrenden Fahrzeuge bekommen von der Geschwindigkeitsbegrenzung nichts mit – und wundern sich dann, dass einige Kilometer weiter eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h aufgehoben wird. Und am Ende kommt man noch auf die Idee, dort zu blitzen. Suuuuper!

Manche (verantwortlichen) Leute denken echt keinen F… Augenblick lang, oder?!

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Brand in Ludwigshafen: Rauchwolke zieht in Richtung Mannheim / Weinheim – Fenster und Türen geschlossen halten!

Nein, das ist keine Gewitterwolke, auch, wenn man es meinen könnte. In Ludwighafen ist heute kurz vor 13:00 Uhr eine Lagerhalle in Flammen aufgegangen. Es handelt sich dabei um einen Großbrand mit einer sehr starken Rauchentwicklung.

Brand in Ludwigshafen - Rauchwolke über Hemsbach

Brand in Ludwigshafen – Rauchwolke über Hemsbach

Durch den starken Wind wird das Feuer immer wieder und immer stärker entfacht, was die Löscharbeiten sehr schwer gestaltet. Außerdem werden die Rauchwolken stark in den Nord-Osten getrieben. Damit ziehen sie über Mannheim, Weinheim und Hemsbach. Auf Facebook ruft der Mannheimer Morgen auf, Fenster und Türen in der Nähe geschlossen zu halten. Darüber hinaus soll darauf geachtet werden, dass Klimaanlagen und Lüftungen ausgeschalten sind. Das betrifft vor allem die Stadtteile Innenstadt, Lindenhof, Neckarstadt, Schwetzingerstadt und Oststadt (Quelle: SWR3).

Feuerwehren in der Region sind noch immer mit dem Löschen der brennenden Lagerhalle beschäftigt. Wie morgenweb.de schreibt, gibt es nach ersten Informationen keine Verletzte oder Tode. Trotzdem werden bereits etwa 50 Häuser evakuiert, da die Gefahr besteht, dass die Flammen auf diese übergreifen.

Bei der Lagerhalle handelt es sich offenbar um eine Lagerhalle einer Spedition. Widersprüchliche Informationen gibt es darüber, was dort gelagert wird. Offenbar handelt es sich um Styropor. Daher könnte der aufsteigende Rauch giftige Gase enthalten und damit gefährlich sein!

Brand in Ludwigshafen - Rauchwolke über Hemsbach

Brand in Ludwigshafen – Rauchwolke über Hemsbach

Die Feuerwehren aus der Metropolregion halten über die Fanpage der Feuerwehr Weinheim und über eine allgemeine Fanpage auf dem Laufenden. Auch auf Twitter gibt es quasi live Neuigkeiten.

Das 9. Festival des deutschen Films in der Metropolregion Rhein-Neckar, welches zurzeit auf der Parkinsel stattfindet,  ist bisher noch nicht davon betroffen. ist nun auch betroffen. Bis heute Abend um 19 Uhr werden die Vorstellungen pausiert, allerdings behalten die Karten ihre Gültigkeit. Außerdem wurde die Terrasse geschlossen. Sämtliche Vorstellungen für heute, den 22. Juni, wurden abgesagt.

Update 16:05 Uhr: Die Parkinsel wird nun komplett evakuiert. Die Stadt hat auch ein Info-Telefon eingerichtet: +49 621 57086000

Update: Auf einem Webcam-Bild ist die Rauchsäule sehr gut zu erkennen.

Webcam in Ludwigshafen zeigt riesige Rauchsäule

Webcam in Ludwigshafen zeigt riesige Rauchsäule

Das Webcam-Bild stammt von dieser Seite (Rechtsklick -> In neuem Tab öffnen). Dort wird es außerdem ständig aktualisiert.

Update 16:15 Uhr: Das Webcam-Bild sieht immer bedrohlicher aus!

Webcam in Ludwigshafen zeigt riesige Rauchsäule

Webcam in Ludwigshafen zeigt riesige Rauchsäule

Update 17:15 Uhr: rheinneckarblog.de hat dazu einen ausführlichen Artikel geschrieben. Außerdem finden sich dort viele Bilder vom Geschehen.

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Fronleichnam und andere „christliche Störenfriede“?!

Gestern um diese Zeit kam ich aus Weinheim. Dort engagiere ich mich in der Kolpingsfamilie und habe beim Aufbau, Abbau und bei der Bewirtung geholfen. Das alles im Rahmen der Fronleichnams-Prozession: Wir kümmerten uns um eine Station dort und bewirteten danach mit Brezeln, Würsten, Brötchen und Getränken. Wer sich dafür interessiert, kann ja mal in diesem Facebook-Album schauen.

Fronleichnam: Bewirtung durch Kolpingsfamilie Weinheim im Pfarrhaus St. Laurentius

Fronleichnam: Bewirtung durch Kolpingsfamilie Weinheim im Pfarrhaus St. Laurentius

Das, worüber ich aber eigentlich schreiben wollte, geht jetzt erst los: Ich bin also nach Hause gekommen, habe die SD-Karte meiner Kamera in den Mac geschoben und mir einige Bilder ausgesucht, ggf. nachbearbeitet und dann online gestellt (soviel zu meiner Ausrede, in Facebook zu schauen). Das Ergebnis: Obiges Album.
Beim Zurückkehren auf meine Facebook-Startseite bemerkte ich dann, dass diese von sehr negativer (und – sagen wir mal – nicht besonders konstruktiver…) Kritik über Fronleichnam gefüllt war.

Soweit, so gut – ist ja jedem selbst überlassen, was er denkt, sagt oder glaubt. Und mich stören Kritiken wie „ist ja mal total unnötig“, „unnötigeres kann man morgens nicht machen“ oder „verschont uns!“ auch nicht, weil ich Christ bin und einer Religion angehöre. Mich stört es deswegen, weil sich viele, viele Leute auf „unserem“ Glauben ausruhen!

Um mal Nägel mit Köpfen zu machen: Wer dermaßen über christliche (seien sie nun evangelisch oder katholisch) Feiertage und deren „Eigenarten“ schimpfen kann und so arg dagegen ist, der kann an solchen Tagen doch auch arbeiten gehen! Oder in die Schule! Oder sonst wohin, wo er Respekt gegenüber anderen Meinungen und Religionen lernt… 

Denn – sprechen wir mal Klartext: Die meisten Atheisten feiern nunmal auch Weihnachten. Oder haben an Pfingsten / Ostern frei. Alles sind christliche Feste oder Feiertage. Warum wird denn daran teilgenommen, wo es doch „total unnötig“ oder eine Belästigung sein soll?

Ich finde, wenn man eine Auffassung hat, dann sollte man diese auch vertreten. Und nicht „mal so, mal so“ und sich die Rosinen (wie beispielsweise Urlaub / Ferien zu christlichen Feiertagen) aus dem Kuchen herauspicken. Denn dann könnte ich als Christ und Kirchensteuer-Zahler auch hergehen und an den Veranstaltungen teilnehmen, die ich will und sonst keine Kirchensteuer zahlen.
Achso, Atheisten brauchen auch ihre freie Zeit in Form von Feiertagen? Dann mach‘ ich da doch glatt ebenfalls mit! (Man erkennt die Ironie, oder?!)
Aber, wodurch werden denn diese Feiertage u.a. finanziert?

Ja, genau, durch Kirchensteuern. Also, liebe Leute, die so etwas wie oben genannt herauslassen: Geht lieber arbeiten, verdient das Geld, dass wir auch zahlen.
Und ganz nebenbei dürft ihr auch aufhören, über andere Menschen zu lästern. Jeder hat seine eigene Meinung, jeder seinen eigenen Standpunkt und jeder seinen eigenen Glauben und Religion (oder auch nicht). Aber lernt – verdammt nochmal! – das zu akzeptieren und zu respektieren. Ich gehe ja auch nicht daher und stelle andere Religionen / Atheisten als „falsch“ oder „unnötig“ hin.

Denn letztlich sind wir alle gleich. Wir sind alles Menschen – vollkommen egal, welche Religion nun die richtige Religion ist. Soviel zu meiner Meinung. Möge sie lehrreich sein.

Anmerkung: Miriam wies mich gerade darauf hin, dass es einige Feste wie z.B. Ostern schon vor dem Christentum da gewesen sein könnten (Danke dafür!). Jedoch ist das historisch noch nicht einwandfrei belegt. Tatsache ist, dass Feiertage wie Christi Himmelfahrt oder Pfingsten definitiv christliche Feiertage waren (im Zweifelsfall oben einfach die restlichen wegdenken – die Moral ist dieselbe). 

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